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Deine Lakaien
Deine Lakaien 03.02.2018 Köln Philharmonie XXX Retrospective

12.02.2018
Deine Lakaien 03.02.2018 Köln Philharmonie XXX Retrospective
Fast genau ein Jahr ist es her, dass Deine Lakaien ihren Fans zum ersten Mal ihre 30 Years Retrospective live präsentierten. Lange hatte man gewartet und gerätselt, welche Songs gespielt werden, wer mitspielt und wie die Bühne aussieht.

Nach sechs Konzerten wusste man Bescheid. Viele haben eins oder mehrere der grandiosen Konzerte an ausgesuchten Spielorten erlebt und man wollte es gar nicht wahrhaben, dass es das jetzt gewesen ist. Haben Deine Lakaien wohl auch so gesehen und für das Jahr 2018 noch mal fünf XXX- Konzerttermine angesetzt. Und am Samstag, dem 3. Februar ist es endlich soweit. Deine Lakaien geben sich in der Kölner Philharmonie die Ehre.

(Plakatphoto von Emese György)

Dann mal los, auf in die Domstadt. Schon am Nachmittag trifft man Leute vor der Philharmonie, die heute Abend hier noch was vor haben :-). Die Zeit bis zum Konzert kann man sich bestens mit bummeln durch die Innenstadt vertreiben, schließlich ist man hier mit Blick auf den Dom ja mittendrin.

Wenn einem dabei bärtige Nonnen oder die sieben Zwerge begegnen liegt das nicht an einer vielleicht durch Vorfreude hervorgerufene Wahrnehmungsstörung, sondern am bevorstehenden Karneval. Hier inmitten in einer der Hochburgen des organisierten Frohsinns wird jetzt schon fleißig gefeiert…

Das geht an uns aber komplett vorbei, steht doch das lang erwartetet erste XXX-Konzert 2018 an. Die Kölner Philharmonie befindet sich im Gebäudekomplex des Museum Ludwig und damit, wie schon erwähnt, mitten im Herzen von Köln. (Wer mehr über die Location wissen will, findet hier weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Philharmonie)

Um 19.00 Uhr ist es soweit, die Türen der Philharmonie öffnen sich und nach und nach füllt sich das riesige Foyer. Man trifft auch gleich auf viele liebe Menschen, die man lange nicht gesehen. Da hatte man sich ordentlich was zu erzählen und so geht die Zeit bis zum Einlass in den Saal recht schnell vorbei. Dieser erinnert mit seinen recht steilen Sitzreihen und dem runden Bühnenbereich an ein Amphitheater und bildet schon rein optisch einen perfekten Rahmen für das Konzert.

Um 20.00 Uhr wird langsam das Licht runter gedimmt, bis es ganz dunkel ist. Schemenhaft erkennt man die Musiker auf dem Weg zu ihrem „Arbeitsplatz“. Vom Publikum werden sie mit begeistertem Applaus begrüßt und dann wird es still. Der nur von einem Spot erhellte Flügel spielt ganz ohne offensichtliches Zutun eines Pianisten die ersten Töne von „Away“. Wie schon im letzten Jahr eröffnen Deine Lakaien den Konzertabend mit diesem Stück vom 1996 erschienen Album „Winter Fish Testosterone“. Das verfehlt bei den Fans nicht seine Wirkung. Wieder wird gejubelt, was das Zeug hält. Auch die weiteren nun folgenden Deine Lakaien Stücke „Colour-ize“, „Gone“ und „Lonely“ werden richtig „abgefeiert“. Die Band zeigt sich wieder in bester Spiellaune und das kommt gut an. Als Herr Horn sich an den Flügel setzt und Sabine Lutzenberger die Bühne betritt, wissen die meisten was jetzt kommt: Helium Vola akustisch. Die Beiden müssen aber auch erstmal den Applaus abwarten mit dem auch hier nicht gespart wird. Überhaupt zeigen die Kölner (und auch dir reichlich aus allen Ecken angereisten) hier versammelten Fans keinerlei Zurückhaltung in diesem nicht ganz alltäglichen Umfeld eines solchen Hauses. Man hat ja schon öfter mal erlebt, dass das Publikum von einer Philharmonie oder einen ähnlichen Saal durchaus beeindruckt und dementsprechend ein wenig zurückhaltend war ;-). Mit „Mahnung“, „Dormi“ und „Selig“ taucht man ab in die Klangwelten von Helium Vola, was nicht nur wegen der tollen Musiker, sondern auch wegen dem phantastischen Klang in der Philharmonie ein besonderes Erlebnis ist. Bei „Over and done“ und „Where you are“ wird es auf der Bühne wieder voll, kommen doch die anderen Musiker zurück um noch ein wenig Deine Lakaien Geschichte zu zelebrieren. Auch das Solowerk des Herrn Veljanov kommt zu seinem Recht, mit den sich anschließenden „The man with the silver gun“ und „The sweet life“. Wahrscheinlich muss man gar nicht erwähnen dass da Kölner Publikum auch diesen musikalischen Darbietungen mit donnerndem Applaus Respekt gezollt hat.

Mit „Return“ und einem fulminaten “Fighting the green“ entlässt die Band das werte Auditorium in die Pause.

Da kann man sich ein wenig unterhalten und man erfährt, dass heute auch so einige Leute da sind, die noch keines der XXX- Konzerte vorher gesehen haben.

Die Zeit vergeht wie im Flug und ehe man sich versieht, sitzt man schon wieder auf seinem Platz und harrt der Dinge, die da noch kommen werden. Und das sind jetzt erstmal wieder Deine Lakaien mit „Walk to the moon“,„Contact“ und „Where the winds don’t blow“. Das Publikum lässt nicht mit der Begeisterung nach und feiert seine „alten Helden“. Das darf man 30 Jahren doch so schreiben, oder ;-)? Zwischendurch bemerkt Herr Veljanov noch, dass es auch heute Abend viel Musik und wenig Worte geben soll. Daran hat er sich gehalten und kaum etwas zwischen den Stücken gesagt. Nach den Lakaien ist es wieder Zeit für ein wenig Helium Vola, diesmal mit Bandverstärkung und Elektronik. „Begierlich in dem Herze min“ und „Omnis mundi creatura“ wissen auch heute wieder zu faszinieren und zu begeistern. „Cupids desease“ leitet über zu zwei weiteren Solostücken von Herrn Veljanov, nämlich „Seraphim“ und „Mein Weg“. Der Rest des Abends gehört dann aber Deine Lakaien. Herr Veljanov erinnert auch noch kurz daran, dass die Bandverstärkung ja schon unzählige Male in Köln gespielt hat, in so verschiedenen Locations wie dem Underground, dem E-Werk und jetzt hier in der Philharmonie.

Mit „Reincarnation“ und „Dark Star“ endet dann der offizielle Teil des Konzertes. Da steht das Publikum geschlossen auf und frenetischer Applaus begleitet die Band von der Bühne.

Aber auch heute Abend stehen noch ein paar Zugaben auf dem Programm: Bei „One night“ und „Mindmaschine“ läuft noch alles glatt aber dann piept es… die angebliche Panne, kann auch vom herbeigerufenen Technik-Chef Ernesto nicht behoben werden… geht ja auch nicht, war ein Fake und nur ein Vorwand um Ernesto auf die Bühne zu locken, der „muss“ jetzt nämlich bei „Overpaid“ Bass spielen :-).

Mit „Love me to the end“ endet schließlich die Reise durch 30Jahre musikalischen Schaffens der Herren Horn und Veljanov. Zur Freude des Publikums ist Sabine Lutzenberger auch wieder mit dabei. Was für ein perfekter Abschluss für den heutigen Abend. Wieder gibt es standing ovations seitens des Kölner Publikums und die Band bedankt sich mit mehrfachen Verbeugungen. Als das Saalicht angeht muss man sich so langsam wieder in der Realität einfinden… auch wenn es schwer fällt :-).

Die Setlist ist also die gleiche wie im letzten Jahr, und wenn auch so mancher sein persönliches Lieblingslied vermisst hat, stellen die ausgewählten Stücke doch einen sehr guten Querschnitt aus 30 Jahren Deine Lakaien dar. Und das Einbeziehen der Solosachen der Herren Horn und Veljanov passt auch sehr gut, haben doch die Arbeiten an den eigenen Alben wieder die Musik von Deine Lakaien beeinflusst. Eine perfekte Symbiose :-).

Es war man wieder ein gelungener Konzertabend: Toller Saal, Band in Bestform und Publikum ebenfalls. So kann es in Hannover weitergehen.

Queeny, Emese und Birgit (danke an Emese für das Bild :-).

Und wen haben wir so getroffen? Z. B. Emese, Birgit, Liane, Kevin, Alraune, Sarah, Heike, Alejandra und noch viele andere nette Menschen. Wir freuen uns jetzt natürlich auf Hannover. Bis bald :-)

Und hier geht’s zu Deas Fotos

Setlist:

1. Away
2. Colour-ize
3. Gone
4. Lonely
5. Mahnung (Helium Vola)
6. Dormi (Helium Vola)
7. Selig (Helium Vola)
8. Over and done
9. Where you are
10. The man with the silver gun (Veljanov)
11. The sweet life (Veljanov)
12. Return
13. Fighting the green

Pause:

1. Walk to the moon
2. Contact
3. Where the winds don’t blow
4. Begierlich in dem Herze min (Helium Vola)
5. Omnis mundi creatura (Helium Vola)
6. Cupids desease
7. Seraphim (Veljanov)
8. Mein Weg (Veljanov)
9. Reincarnation
10. Dark Star

Zugaben:

11. One night
12. Mindmaschine
13. Overpaid

14. Love me to the end

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