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Deine Lakaien
Advent Acoustics 2015, Berlin, RBB-Sendesaal 01.12. - Bericht

11.12.2015
Endlich ist es soweit, die DEINE LAKAIEN Acoustic Tour 2015 geht los!!! Nachdem man die DL-Konzert-Entzugserscheinungen ein wenig mit den Festivalauftritten beim Blackfield und Autumn Moon lindern konnte, hat das Warten auf die Acoustic Tour jetzt ein Ende.

Wir hatten für die Anreise nach Berlin wettermäßig das Schlimmste befürchtet, nachdem am Montag halb Deutschland vom Sturm durchgepustet und vom Regen ertränkt wurde, aber wie schon so oft hat der Wettergott ein Einsehen und wir dürfen auf der Fahrt herrlichsten Sonnenschein genießen.
Zum Tour-Auftakt geht es heute in den alt-ehrwürdigen großen Sendesaal des RBB. Der ist ja für seine tolle Akustik bekannt und somit ein idealer Ort für diese Auftrittsvariante der Lakaien.

Vor dem Sendesaal haben sich gegen 18.30 Uhr auch schon so einige Fans eingefunden und wir treffen auch gleich auf Anja, Nicole und Alexandra :-).

Gegen 19.00 Uhr ist Einlass und das Publikum verteilt sich im Saal, Heute ist bei ausverkauftem Haus freie Platzwahl und das merkt man am leichten Gedränge beim Öffnen der Türen. Im Saal entspannt es sich aber und bis 20.00 Uhr hat auch jeder einen Platz gefunden.

Dann geht das Licht aus und gespannte Stille erfüllt den Raum. Naja, es ist nicht ganz still man hört aus einigen Ecken noch öfter Husten und räuspern, ist ja Dezember und damit Erkältungszeit :-). Dann betreten die Protagonisten des heutigen Abends das Podium und werden mit erwartungsvollem Applaus begrüßt.

Mit „Where you are“ eröffnen Deine Lakaien den Konzertabend. Auf das nächste Stück muss das Publikum ein wenig warten, da Herr Horn noch den Flügel neu präparieren muss. Derweil erklärt Herr Veljanov dazu passend und zum Amüsement des Publikums, wie DL Acoustic so funktioniert.

Dann kann es aber endlich mit „Gone“ weitergehen. Das Auditorium honoriert die Darbietung mit entsprechendem Applaus und die Herren Musiker spielen mit „Down, down, down“ nochmal etwas aus den Anfangstagen um sich dann mit „The game“ und „Return“ wieder in Richtung Gegenwart zu bewegen. „Where the winds dont blow“ ist dann auch das erste Lied aus dem aktuellen Album „Crystal Palace“. Erschreckend aktuell ist ja auch leider der Text des Stückes. Die Band hat dazu nichts gesagt, aber jeder im Saal hat wohl gewusst worum es geht.

Mit dem druckvollen „Over and done“ kommt jetzt ein Stück, das im Gegensatz zu Vorgänger schon häufig im Akustik-Gewand zu hören war, aber auch heute wieder zu überzeugen weiß. Hatte man schon bei „Return“ den Eindruck, dass das Publikum die anfängliche Zurückhaltung abgelegt hat, so wird hier beim Applaus nochmal richtig aufgedreht.

Kontrastprogramm gibts dann mit „Without your words“, ein Stück das sich auch wunderbar in der akustischen Umsetzung präsentiert. Dazu passt dann „One night“ auch sehr gut, aber die Herren Lakaien können auch anders. Auf in dem Kampf, mit „Fighting the green“. Da wird nochmal das Tempo angezogen um die begeisterten Fans danach in die Pause zu entlassen.

Nach ca. 20 Minuten ist die Pause vorbei und Deine Lakaien sind zurück auf der Bühne. Bevor es im Konzert weiter geht, übermittelt Herr Veljanov Geburtstagsgrüße an Nadine und kündigt das nächste Lied mit diesen Worten an: „Das folgende Stück ist von „Forest Enter Exit“, genau wie dein Lieblingslied. Das spielen wir aber jetzt nicht.“ Herr Veljanov muss lachen, das Publikum auch.

Nadine hat sich übrigens trotzdem gefreut, sie sitzt in unserem Block und ihr „Danke Alexander“ war gut zu hören :-).

Besagtes Stück aus dem genannten Album ist „Walk to the moon“. Das hat man lange nicht gehört, umso besser, das sich wieder auf der Setlist dieser Tour einfindet.
Während Herr Horn wieder mal den Flügel umbaut hat Herr Veljanov Zeit für folgend Bemerkung: „Das ist hier ein sehr schöner Auftrittsort, da gibts in Berlin ganz andere Löcher und wir hatten sie alle.. fast“. Allgemeine Erheiterung im Publikum und dann folgt man den Herren Lakaien doch gern mal in den Garten, „Follow me“ steht auf dem Programm, uch eines der Lieder, das in der akustischen Version seinen ganz besonderen Reiz hat.

Im nächsten Stück geht es dann um Pferde, das behauptet zumindest Herr Veljanov mit einem Augenzwinkern. Der geneigte Lakaien Fan kann sich natürlich denken, was jetzt kommt: „The ride“. Nachdem man das ja noch in der Bandversion der Februar-Tour in den Ohren hat, ist es schon klasse wie gut das auch nur mit Piano und Stimme funktioniert. Überhaupt verlieren die schnellen Sachen nie am Kraft und Dynamik, was man ja vielleicht bei der reduzierten Instrumentierung vermuten könnte.
Es folgt „… nun ein Stück der deutschen Gruppe Deine Lakaien: „Wunderbar“ (O-Ton Herr Veljanov). Damit wird das Tempo wieder ein wenig herausgenommen und man kann sich an diesem schönen Lied über die ganz besondere Beziehung eines betrunkenen Nachtschwärmers zu einer Straßenlaterne erfreuen. Danach wir es thematisch wieder ernster. Zu „Europe“ muss auch nicht mehr viel gesagt werden der Text spricht für sich. Und was für eine Power das Lied auch in dieser Version hat ist einfach toll.
Mit „The lights of our Street“ gibt einen weiteren, bisher noch nicht live gespielten Song von „Crystal Palace“ zu hören.

Dann hämmert Herr Horn die ersten Takte von „Dark Star“ in die Tasten. Das Publikum erkennt das Stück natürlich sofort und freut sich sehr, einen der DL-Klassiker schlechthin wieder mal zu hören. Leider ist das dann auch das letzte reguläre Stück dieses Konzertes. Die Band verabschiedet sich, das Publikum lässt seiner Begeisterung freien Lauf und natürlich wird so lange gejubelt und geklatscht, bis sich die Herren Lakaien zur Zugabe wieder auf der Bühne zeigen.

Erstes Stück der Zugaben ist „Eternal sun“. Herr Horn versteht es mit Hilfe von Gläsern, Papier und allen möglichen anderen Utensilien dem Flügel Töne zu entlocken, die man bei diesem Instrument so nie vermutet hätte. Läd „Eternal sun“ noch zum versinken und träumen ein, ist man bei folgenden Stück wieder hellwach, obwohl es „Dont wake me up“ heißt ;-). Da wirds ja bekanntermaßen auch wieder lauter und krachiger. Leider hat auch dieses schöne Konzert irgendwann mal ein Ende und dafür haben sich Deine Lakaien ihren ultimativen Klassiker aufgehoben: „Love me to the end“.

Nachdem die letzten Töne verklungen sind, hält es niemanden mehr auf den Sitzen und die Band wird gefeiert und bejubelt, was das Zeug hält. Mit Verbeugung verabschieden sich Ernst Horn und Alexander Veljanov vom Auditorium und entschwinden Richtung Bühnenausgang. Das Licht geht an und die Leute streben den Ausgängen zu.

Das war wirklich ein schöner Tourauftakt, mit interessanter Setlist und gut aufgelegten Musikern, die wieder einmal mit der akustischen Version ihrer Musik zu überzeugen wussten.

Nach dem Konzert haben wir uns noch mit Anne und Natalie unterhalten. Die Beiden haben wir auf der Crystal Palace-Tour kennen gelernt und uns sozusagen für Berlin verabredet hat doch super geklappt. Schön, dass ihr da wart :-). So, morgen ist kleine Tourpause und am 03.12. gehts im Ruhrpott weiter.

Bochum, wir kommen!!! Und hoffentlich viele Leute, die wir kennen ;-)

Fotos

Hier gehts zu Deas Fotos:
Fotos 01.12. Berlin Rbb Sendesaal


Setlist:

01. Where you are
02. Gone
03. Down, down, down
04. The game
05. Return
06. Where the winds dont blow
07. Over and done
08. Without your words
09. One night
10. Fighting the green

Pause

11. Walk to the moon
12. Follow me
13. The ride
14. Wunderbar
15. Europe
16. The lights of our streets
17. Dark Star

Zugaben

18. Eternal Sun
19. Don`t wake me up
20. Love me to the end

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