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Deine Lakaien
Advent Acoustics 2015, Erfurt Alte Oper 04.12. - Bericht

18.12.2015
Die Anreise von Bochum nach Erfurt ist zwar ganz schön lang, aber da wir auch heute weder von schlechtem Wetter, noch von Staus behelligt werden, gestaltet sie sich doch recht stressfrei.

Dafür ist die Parkplatzsuche in Erfurt alles andere als unterhaltsam, aber wir haben nach extrem nervigem rumgurken wider erwarten doch noch eine Plätzchen gefunden, sogar kostenfrei und ohne Zeitlimit: Es geschehen noch Zeichen und Wunder ;-).

Die Alte Oper Erfurt ist schon zum zweiten Mal Spielstätte bei einer Deine Lakaien Acoustic Tour. Das im Jahr 1897 errichtete Gebäude sieht innen wie außen schon richtig nobel aus und bildet damit einen angemessen Rahmen für das heutige Konzert. Wer mehr über das Gebäude wissen will, hier klicken: Alte Oper Erfurt

Heute geht es ein wenig früher los und um 18.30 Uhr öffnen sich die Türen, Es gibt keinen Ansturm wie in Berlin oder Bochum, da die Karten den entsprechenden Plätzen im Saal zugeordnet sind. Nach und nach kommen die Leute einzeln oder in Gruppen, geben in Ruhe ihre Sachen an der Garderobe ab oder trinken auch noch etwas, bevor es los geht.

Gegen 19.30 Uhr ist es endlich soweit, das Saal-Licht verlischt und das Publikum blickt gespannt auf die Bühne. Als sich Deine Lakaien auf selbiger zeigen, werden sie mit kräftigen Applaus vom Publikum willkommen geheißen.

Mit „Where you are“ startet die Band auch heute wieder ihre Reise durch ihr musikalisches Schaffen von nunmehr 30 Jahren. Da haben sich ja so einige Sachen angesammelt, die sich, wie z, B. „Over and done“ oder „Return“ immer mal wieder im Akustikgewand zeigen, oder auch neuere und ganz neue Stücke die sich auch schön eignen, um in dieser Form auf der Bühne präsentiert zu werden. Eines davon ist „Without your words“. Herr Horn legt mit seinem gefühlvollen Klavierspiel los, bricht aber, bevor Herr Veljanov mit dem Gesang einsetzen kann, ab. Da lag wohl noch etwas im Flügel an der falschen Stelle :-). Allgemeine Belustigung im Saal. Der Sänger schaut irritiert zu seinem Kollegen und wartet bis dieser fertig ist. Zweiter Anlauf „Without your words“.Klavier… Gesang… und dann hat sich der Herr Horn ein wenig auf den Taten verlaufen. Herr Veljanov muss nochmal abbrechen, das Publikum lacht, der Sänger muss auch grinsen also dann jetzt aber „Without your words“ und nochmal gibt es ein kleines Missverständnis zwischen Sänger und Pianist, das zu einer weiteren Unterbrechung führt und für Erheiterung sorgt. Auch Herr Veljanov nimmt das Ganze mit Humor. Das ist eben Live, kann einem mit Playback so nicht passieren. und die kleinen Unebenheiten sind doch auch viel schöner und menschlicher als kalte Perfektion.
Beim Erfurter Publikum scheinen aber erst mal die Klassiker noch besser an zu kommen. Die Herren Horn und Veljanov verstehen es aber, das Publikum in ihren Bann zu ziehen und mit „Fighting the green“ vor der Pause nochmal richtig zu begeistern.

In der Pause kann man nochmal ganz entspannt durch das schöne Gebäude schlendern, etwas trinken, oder am Merchstand das Eine oder Andere Erinnerungsstück erwerben.

Die zwanzig Minuten vergehen wie im Flug und schon wird es wieder Zeit seinen Platz im Saal auf zu suchen. Mit „Walk to the Moon“ und „Follow me“ startet die Band in die zweite Konzerthälfte. Beim sich anschließende „The ride“ wird wieder auf Pferde hingewiesen. Scheint sich zum „runnig gag“ der Tour zu entwickeln :-), Das ist übrigens eines der neuen Stücke, die auch hier in Erfurt durchaus zu gefallen wissen.

Das weitere Konzert verläuft dann auch ohne Zwischenfälle und Ernst Horn und Alexander Veljanov wissen einfach durch ihr Können zu überzeugen Sie lassen keine Zweifel daran aufkommen, dass sie nicht nur eine der ungewöhnlichsten Bands sind, die unsere Republik zu bieten hat, sondern auch eine der besten.

Mit Dark Star geht auch das heutige Konzert zu Ende, zumindest der reguläre Teil. Das da noch Zugaben warten weiß das geneigte Publikum natürlich und fordert diese auch lautstark ein. Deine Lakaien kommen den Wunsch des Auditorium nach und spielen „Eternal Sun“. Danach wird nochmal an der Dynamikschraube gedreht. „Dont wake me up“ weiß nicht nur mit eindringlichen Gesang zu begeistern, sondern auch durch die von Herren Horn durch Spielweise und Präparierung des Instrumentes erzeugten, fast maschinenähnliche Klänge.

Mit „Love me to t he end“ schließt sich der Kreis wieder. „This night forever, no morning will come…“ denkt sich sicher so mancher Fan angesichts dieses schönen Konzertes. Das wars dann aber wirklich, das Publikum belohnt die Herren Lakaien mit Standing Ovations. Wie schon bei den Konzerten zuvor hat die Band ihr Publikum wieder von den Sitzen gerissen.

Heute haben wir fast niemanden im Publikum gekannt. Nur ein netter Herr mit Begleitung, (auch ein Fotograf) kannte uns :-). Aber mit den Beiden haben wir uns auch prima unterhalten.

Das war also Erfurt. Morgen geht es weiter, runter nach München. Mal sehen, was in der bayrischen Landeshauptstadt so passiert. Wir freuen uns drauf. Bis bald, in Bayern :-).

Fotos

Hier gehts zu Deas Fotos:
Fotos 04.12. Erfurt Alte Oper


Setlist:

01. Where you are
02. Gone
03. Down, down, down
04. The game
05. Return
06. Where the winds dont blow
07. Over and done
08. Without your words
09. One night
10. Fighting the green

Pause

11. Walk to the moon
12. Follow me
13. The ride
14. Wunderbar
15. Europe
16. The lights of our streets
17. Dark Star

Zugaben

18. Eternal Sun
19. Don`t wake me up
20. Love me to the end

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