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Deine Lakaien
Deine Lakaien 17.04.2017 Berlin Philharmonie XXX Retrospective

30.04.2017

Nach dem schönen Abend in Hamburg reisen wir weiter nach Berlin. Macht Spaß die Ostertage mit Städtereisen und Konzerten zu verbringen :-).

Da das Wetter im Aprilmodus mit Wechsel aus Sonne und Regen weitergeht, wird der Sonntag einfach zum entspannen genutzt. Montag ist wieder Konzert und da muss man ja fit sein.
Diesmal beherbergt also die Berliner Philharmonie „unsere“ Lakaien. Das beeindruckende Gebäude aus den 60er Jahre gehört ja auch zu den Berliner Sehenswürdigkeiten und hat natürlich seinen Ruf als Konzerthaus. Für alle wissbegierigen hier ein paar links zur Philharmonie (https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Philharmonie, https://www.berliner-philharmoniker.de/philharmonie/akustik/ https://mitvergnuegen.com/2014/dienstag-08-04-lunchkonzert-philharmonie-foyer ).


Um 18.00 Uhr öffnen sich die Türen und die Konzertbesucher haben Zeit sich im ebenso weitläufigen, wie beeindruckenden Foyer der Philharmonie umzusehen.

Der Konzertsaal ist nicht minder eindrucksvoll: groß, verschachtelt… und wenn man nicht gerade in der Mitte sitzt, hat man mit unter einen weiten und steilen Weg zu seinem Platz. Das Auffinden des richtigen Blocks ist auch nicht ganz einfach, aber zum Glück hat das Haus genügend Leute an den Türen postiert, die man fragen kann.
Langsam sortiert sich das Publikum auf den Sitzen ein. Auch ein paar Plätze hinter der Bühne sind besetzt. Man sieht die Band nur von hinten und durch den Bühnenaufbau mit den Tüchern zwischen den Lichtmasten ist die Sicht noch zusätzlich eingeschränkt… Hörplätze eben…


Die 2250 Plätze sind fast alle belegt und so kann die Band heute vor fast ausverkauften Haus spielen. Um um 19.00 erlischt das Saallicht, die Musiker betreten die Bühne und werden schon mit Applaus begrüßt.
Mit „Away“ beginnt die musikalische Expedition. Deine Lakaien stehen natürlich am Anfang und mit „Colour-ize“, „Gone“ und „Lonely“ bleibt man auch erstmal dabei. Das Publikum hier in Berlin hat jetzt auch lange genug auf das Konzert gewartet und zeigt mit viel Applaus, dass die Darbietung sehr zu gefallen weiß. Auch als sich Sabine Lutzenberger für die anstehenden Helium Vola Stücke auf der Bühne zeigt, wird sie stürmisch begrüßt.
Die von Ernst Horn am Flügel begleiteten Stücke „Mahnung“, Dormi“ und „Selig“ erzeugen in der akustischen Version nochmal eine ganz besondere Athmosphäre.
Da Helium Vola leider nie eine richtige Tour gemacht haben, ist es schön, die Musik diese faszinierenden Projektes von Ernst Horn in Rahmen der XXX-Jubiläumskonzerte live erleben zu dürfen.
Und man folgt weiter den verschlungenen musikalischen Pfaden von Deine Lakaien mit „Over and Done“ und „Where you are“, und findet sich unversehens bei Veljanov wieder.
„The man with the silver gun“ und „The sweet life“ zeigen andere musikalische Facetten des Sängers, der seine Stimme dann aber wieder in den Dienst der Lakaien stellt. „Return“ und „Fighting the Green“ bilden dann den Schlußpunkt für den ersten Teil des Konzertes.

Die sich anschließenden zwanzig Minuten Pause gehen schnell vorbei uns schon stehen die die Damen und Herren Musiker wieder auf der Bühne. Wie schon im ersten Teil des Konzertes geht es die Band „Walk to the moon“ erstmal ruhig an um dann gleich darauf bei „Contact“ richtig auf zudrehen. Mit „Where the winds don’t blow“, einem Stück mit leider immer noch viel zu aktuellem Text geht es wieder ruhiger zu. Damit stimmt man sich auf der ersten Song des zweiten Helium Vola Blocks ein: „Begierlich in dem Herze min“. Es geht aber auch tanzbar, wie „Omnis Mundi creatura“ beweist. Herr Horn tobt sich hier aber auch nochmal an seinem „Maschinenpark“ aus bevor man sich mit „Cupid’s Disease“ wieder auf Deine Lakaien-Terrain bewegt. Aber auch die Soloalben des Herrn Veljanov haben ihren festen Platz im Programm und so können sich die Fans an „Seraphim“ und „Mein Weg“ erfreuen. Die Berliner sind geringfügig zurückhaltender als die Hamburger aber es geht doch ganz gut ab im Publikum und zwischen den Stücken wird applaustechnisch ganz ordentlich Gas gegeben.

Herr Veljanov merkt zwischendurch an, dass es vom SO36 bis in die Philharmonie durchaus mal ein paar Jahrzehnte dauern kann. Stimmt, aber das muss man dann auch erstmal schaffen. Da haben Deine Lakaien wohl doch so Einiges richtig gemacht :-).
Dann folgen „Reincarnation“ und „Dark Star“ und mit diesen beenden Deine Lakaien das Konzert. Das Publikum steht geschlossen auf und unter anhaltenden Applaus verlässt die Band die Bühne. Naja, wie wir alle schon wissen, ist hier ja noch nicht endgültig Schluss und so legt sich das Berliner Publikum ordentlich ins Zeug um die Band zum weitermachen zu bewegen.
Das klappt natürlich und alsbald erscheinen Ernst Horn und Alexander Veljanov auf der Bühne um mit einer akustischen Version von „One night“ in die Zugaben ein zu steigen. Dann wird es enger auf der Bühne, denn für „Mindmaschine“ braucht es schließlich das komplette Ensemble. Und für das anschließende „Overpaid“ wird sogar noch ein Mann mehr ins Boot geholt. Technikchef Ernesto darf wieder mit seinem Bass auf der Bühne stehen, statt wie sonst an den Reglern des Mischpults. Und es gibt tatsächlich Leute, die es auf den Sitzen nicht mehr ausgehalten haben. Sie tanzen oben auf der Galerie und haben sichtlich Spaß.
Die Band machte auch den Eindruck, dass es Spaß gemacht hat, in der Berliner Philharmonie auf zu treten. Herr Veljanov spricht nochmal ein wenig Englisch und bedankt sich auch bei den internationalen Gästen für ihr Kommen.
Dann ist es Zeit für das letzte Stück des Abend. Auch die Berliner kommen heute in den Genuss „Love me to the end“ mit Sabine Lutzenberger und Alexander Veljanov im Duett zu hören. So endet auch diese Konzert mit einem absoluten Highlight. Das Publikum ist begeistert, steht auf und feiert die Band. Wie nicht anders zu erwarten war es auch heute ein wunderbares Konzert. Diese kleine, nur auf sechs Konzerte angelegte Tour ist wirklich etwas Besonderes.

(Foto: Karli Scharschmidt)

Auch heute haben wir wieder viele Leute getroffen. Es ist einfach schön, Fans die man schon lange kennt, immer mal wieder bei den Konzerten zu sehen, oder Leute aus den „virtuellen Welten“ mal im echten Leben zu treffen.
lldiko, Fly, Chris und Claus, Anja, Nicole, Artemis, Feather und noch ein paar nette Menschen, die wir vorher noch nicht kannten sind uns heute über den Weg gelaufen :-).

Tja, das waren wieder zwei richtig tolle Abende im Zuge der XXX – 30 Jahre Deine Lakaien Jubiläumstour. Und eins kommt ja noch. Also, man sieht sich in Leipzig. Wir freuen uns drauf :-)

Hier geht es zu Deas Fotos

Setlist:

1. Away
2. Colour-ize
3. Gone
4. Lonely
5. Mahnung (Helium Vola)
6. Dormi (Helium Vola)
7. Selig (Helium Vola)
8. Over and done
9. Where you are
10. The man with the silver gun (Veljanov)
11. The sweet life (Veljanov)
12. Return
13. Fighting the green

Pause:

1. Walk to the moon
2. Contact
3. Where the winds don’t blow
4. Begierlich in dem Herze min (Helium Vola)
5. Omnis mundi creatura (Helium Vola)
6. Cupids desease
7. Seraphim (Veljanov)
8. Mein Weg (Veljanov)
9. Reincarnation

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